Pierre Écrite

Pierre Écrite

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Beschreibung

Ref: O111/86 Beschreibung: Eine mysteriöse Inschrift Die sich östlich von Sisteron erstreckende Forêt de Fontbelle gehört zu den schönsten Waldgebieten der Haute-Provence. Der Wald ist nur schwer zugänglich, lediglich ein paar holprige Feldwege führten hinauf zu den wenigen Bauernhöfen und kleinen Dörfern wie Saint-Geniez. Wahrscheinlich würde es bis heute keine richtige Straße hoch zu den über 2.000 Meter hohen Bergen geben, hätte nicht ein ambitionierter Römerwer sonst? – sich dieser Herausforderung angenommen. Die Rede ist von dem römischen Präfekten Claudius Postumus Dardanus, der im frühen 5. Jahrhundert die erste Straße hinauf nach Saint-Geniez anlegen ließ, deren bautechnische Meisterschaft (mehrere Engpässe mussten überwunden werden) man daran erkennen kann, dass auch die heutige Départementstraße noch immer auf dieser Trasse verläuft. An der engsten Stelle, direkt hinter einer kleinen spätantiken Brücke, erinnert eine Inschrift an einer Felswand an jenen Claudius Postumus Dardanus, sodass die Passage bis heute als Schlucht des beschriebenen Steins (Défilé de Pierre Écrite) bezeichnet wird. Die Inschrift berichtet aber nicht nur, dass Dardanus diese Straße anlegen ließ, sondern auch, dass er, nachdem er sich hatte taufen lassen und zum Christentum konvertiert war, sich zusammen mit seiner Gattin Naevia Galla und einigen Getreuen in die provenzalischen Berge zurückgezogen hat, um sich fortan nur noch seinem Glauben zu widmen. Angeblich lebte er in einer geheimen Einsiedelei namens Theopolis, die er mit Hilfe eines gewissen Claudius Lepidus befestigen ließ, um sich gegen die Barbaren verteidigen zu können. Hier in der Einsamkeit wollte der Präfekt den Gottesstaat des heiligen Augustinus verwirklichen. Theopolis konnte nie genau lokalisiert werden, aber es gibt Vermutungen, dass es sich bei den spätantiken Fundamenten, die man zwischen Chardavon und Saint-Geniez ausgegraben hat, um jene kleine Ansiedlung handeln könnte. Details: Adresse 12130 Saint-Geniez | Anfahrt Von Sisteron führt die D 3 hinauf in Richtung Saint-Geniez, nach etwa acht Kilometern erreicht man den Pierre Écrite. | Tipp La Vallée Sauvage ist der kleine Tierpark von Saint-Geniez, mit Rotwild, Mufflons und Wildschweinen. Er ist von Ostern bis Oktober geöffnet, www.lavalleesauvage.com.

Infos

  • Kategorie: Kirche/Kloster
  • Status: offen
  • Weblinks: https://mymaps.usercontent.google.com/hostedimage/m/*/3AE5a_Gxj8AuO9CxzbhOmE5_3tv9jyRexlfexd5fflKveCkRCcF62acpaWeIU5IzncR7G8nGTfZ21qgPkVkB22G_rMa0mZupbPQwlOpD4ZwQu_yQjbsLoaVQo50wmYJ0tQJ7VVHyC9aXtDRY5Qze4OxgSS_SxuQMc8xp6Dvq1kpfK_sioYGxLDdfr2W8IksyLM1Z-ZfhHMFuf-eSPQ2U1l_qo02JYEXS72hem99ZxRe10ehHtb6ORXBUjfRQxT50?authuser=0&fife=s16383
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